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Hornhaut im Auge – das muss so sein!

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Im Allgemeinen ist Hornhaut etwas, das wir gerne loswerden möchten. Wir feilen, hobeln und cremen – Hauptsache, die Hornhaut geht weg.

Im Auge lassen wir das mal besser sein! Die Hornhaut im Auge, medizinisch Cornea genannt, ist absolut entscheidend für unsere Sehqualität und Sehleistung.


Die Hornhaut ist das klare Fenster des Auges. Durch sie fällt Licht ins Auge. Sie formt vor der Iris und der Pupille auf dem Augapfel eine klare Kuppel, die man bei genauem Hinsehen mit bloßem Auge gut erkennen kann. Sie ist eine Art gewölbte Scheibe, die in die Lederhaut des Auges eingelassen ist. Die Grenze zwischen Hornhaut und Lederhaut nennt man auch Limbus.


Die Hornhaut erfüllt zwei wichtige Aufgaben:

Zum einen schützt sie das Auge und zum anderen bricht sie das einfallende Licht in Zusammenarbeit mit der Augenlinse, damit es im Augeninneren punktförmig fokussiert wird.

Dies gewährleistet schließlich das scharfe Sehen.

Wie der Name schon sagt, ist die Hornhaut im Auge vergleichbar mit der menschlichen Haut. Sie schützt das Auge – ähnlich wie die Augenlider – vor Einflüssen von außen wie zum Beispiel Zugluft, Fremdkörper oder Regen.

Die menschliche Hornhaut ist meist elliptisch geformt und dabei etwas breiter als hoch. Normalerweise sollte sie gleichmäßig gewölbt sein – wenn nicht, spricht man von Astigmatismus.


Für die Funktionsweise des Auges ist es entscheidend, dass das Licht der Umwelt auf einen möglichst kleinen Punkt auf der Netzhaut im Augeninneren gebündelt wird. Das geschieht mit Hilfe der Brechung – ein Prinzip der Optik. Da die Hornhaut gewölbt ist, werden die Lichtstrahlen in ihrer Bahn abgelenkt. Durch das Kammerwasser zwischen Hornhaut und Linse sowie die Augenlinse selbst wird der Effekt verstärkt. Das menschliche Auge hat eine Brechkraft von bis etwa 60 Dioptrien. Davon entfallen ca. 43 Dioptrien auf die Wölbung der Hornhaut.

Bei Fehlsichtigkeit weicht die Zahl mehr oder weniger stark vom Normalwert ab. Wie erheblich die Abweichung im Einzelfall ist, wird mit einem Plus bei Weitsichtigkeit und einem Minus bei Kurzsichtigkeit angegeben. Wenn der Augapfel länger ist (kurzsichtig), benötigt man eine Zerstreuungslinse (konkav gewölbt), um das Abbild auf der Netzhaut zu fokussieren. Wenn der Augapfel kürzer ist (weitsichtig), benötigt man eine Sammellinse (konvex gewölbt), um die fehlende Brechung des Lichts auszugleichen. Beim Astigmatismus benötigt man eine „torische Linse“ zum Ausgleichen. Kinder und junge Erwachsene können Fehlsichtigkeiten zunächst noch ohne Sehhilfen gut über die Augenmuskulatur ausgleichen. Diesen Vorgang nennt man Akkommodation.


Das Tragen von Kontaktlinsen oder einer Brille verändert die Lichtbrechung im Auge so, dass auch ohne Akkommodation wieder ein scharfes Bild auf der Netzhaut abgebildet werden kann. Eine LASIK-OP erzielt den gleichen Effekt, indem der Brechwinkel in der Hornhaut durch gezieltes Abtragen derselben so angepasst wird, dass ebenfalls wieder ein scharfes Bild auf der Netzhaut ohne externe Sehhilfe erzeugt wird.

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