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Altersweitsichtigkeit – Wie und warum sehen wir nicht mehr scharf?

News-Bild zu Altersweitsichtigkeit – Wie und warum sehen wir nicht mehr scharf?

Die Augenlinse ist wahrhaftig eine evolutionäre Meisterleistung. Sie sorgt dafür, dass wir sowohl in der Nähe als auch in der Ferne scharf sehen können, wobei nie beides gleichzeitig geht. Denn der Ziliarmuskel, der die Augenlinse oben und unten im Augapfel „aufhängt“, dehnt sie zur Sicht in die Weite und staucht sie für eine scharfe Sicht in der Nähe. Dieser Prozess heißt Akkommodation und findet statt, um das ins Auge einfallende Licht samt seinen Bildinformationen genau auf der hinteren Wand der Netzhaut abbilden zu können. Von diesem schärfsten Punkt des Sehens aus transportieren Nerven die Lichtinformationen dann ins Gehirn, das daraus ein gesehenes Bild für uns zusammensetzt.

Wenn der Ziliarmuskel im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses seine Spannkraft verliert – genauso wie alle anderen Muskeln im Körper –, gelingt das Strecken der Linse nicht mehr so einwandfrei wie in der Jugend. Außerdem verhärtet sich die Linse im Alter, was ihre Beweglichkeit zusätzlich einschränkt. Dadurch liegt der Fokus des ins Auge fallenden Lichts nicht mehr genau auf der Netzhaut, sondern dahinter. Die empfangenen Informationen können dann nicht mehr mit absoluter Genauigkeit ans Gehirn weitergesendet werden.

Das ist der Beginn der Altersweitsichtigkeit, der ungefähr zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr wahrnehmbar wird.


Ähnlich wie das Training der knochenstützenden Muskulatur des Körpers deren altersbedingten Abbau verlangsamen kann, kann man auch den Ziliarmuskel durch Training, das bedeutet konkret den häufigen Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht, trainieren und somit leistungsfähiger halten. Dies kann das wahrnehmbare Eintreten der Altersweitsichtigkeit verzögern. Da sich die Versteifung der Augenlinse aber nicht aktiv beeinflussen lässt, kann man auch das Auftreten der Altersweitsichtigkeit nicht komplett verhindern.


Kontaktlinsen oder Brillen verändern den Fokus des Lichts bereits vor der Augenlinse so, dass die Abbildung wieder genau die hintere Wand der Netzhaut trifft. Ein bifokaler Schliff zum kombinierten Scharfsehen bei Kurzsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit ist heute für beide Sehhilfen möglich.


Bei einer LASIK-OP wird die Hornhaut des Auges, die die Linse nach außen schützt, so modelliert, dass sie den Brechungswinkel wie eine Brille verändert – mit dem Unterschied, dass die Sichtkorrektur im Auge selbst passiert. Die Anpassung wird mit einem ultrafeinen Laserstrahl vorgenommen, der ein hochpräzises Vorgehen ermöglicht.


Ein fortschreitender Alterungsprozess ist durch keine der beschriebenen Sichtregulationen aufzuhalten. Es können also weitere Adaptionen der unterstützenden Sehhilfen oder Eingriffe nötig werden.

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